Ab in den Süden!

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… und ab ins Ausland und ab in eine fremde Lebensweise mit fremder Sprache. Das war das Motto für Emma Kommert im September 2020, als sie ihren Freiwilligendienst im Rahmen des EU-Programms Europäischer Solidaritätskorps antrat. Für 10 Monate war sie in der Camphill-Einrichtung Le Béal in Frankreich und wir als ejr durften sie als Entsendeorganisation auf diesen Einsatz vorbereiten, währenddessen begleiten und sie in ihrer Rückkehr unterstützen.

Sie selbst schreibt über diese Zeit:

Vom 1. September 2020 bis Ende Juni 2021 habe ich für zehn Monate als europäische Freiwillige in „Le Béal“, einer sogenannten Camphill Community, in Taulignan, Frankreich, gelebt und gearbeitet. Zusammen mit sechs weiteren Freiwilligen, vielen Praktikant*innen, mehreren Familien und 23 Compagnons (Bewohner*innen mit geistigen Behinderungen) wird hier gemeinsam Alltag geteilt, gegessen und zusammen im Garten, auf einer Farm, im Haushalt und in einer Kräuterwerkstatt gearbeitet.

So habe ich zum Beispiel morgens mit einer Gruppe Compagnons gemeinsam gekocht, nachmittags ebenfalls mit einer Gruppe Compagnons in der Kräuterwerksatt oder im Garten gearbeitet und die Abende, Mahlzeiten und  Wochenenden in einem Haushalt mit den Compagnons, einer Familien und anderen Freiwilligen verbracht.

Am gemeinschaftlichen Leben nehmen hier alle teil und das den ganzen Tag, was für uns Freiwillige eine sehr intensive, anstrengende und vor allem aber super schöne Erfahrung war!

Ganz besonders gefallen hat mir hier die freundliche und herzliche Atmosphäre, das Arbeiten mit den Compagnons in allen verschieden Arbeitsbereichen, sowie im Haus und das Zusammenleben mit so vielen anderen Freiwilligen, mit denen ich viel zusammen gereist bin, Ausflüge gemacht habe und fast meine ganze Freizeit verbracht habe.

Für einen Freiwilligendienst in „le Béal“ in Südfrankreich gab es für mich mehrere Gründe. Zum Einem wollte ich nach 12 Jahren Schule und Lernen eine Auszeit von alledem und einmal etwas komplett anderes machen, wenn möglich auch weit weg! Weitere Pluspunkte, die „le Béal“ für mich bot, war das Erlernen oder Verbessern einer neuen Sprache(in diesem Falle Französisch), das Kennenlernen vieler anderen Freiwilligen aus verschieden Ländern, die Kombination von sozialen und ökologischen Arbeitsfeldern und das intensive, aber sehr herzliche Zusammenleben und Teilen in der Camphill Community.

Durch den Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps wurde unser Aufenthalt finanziell unterstützt und von zwei Seminaren mit sehr vielen anderen Freiwilligen aus ganz Europa begleitet, die zwar aufgrund von Corona online sattfanden, aber trotzdem sehr viel Austausch mit den anderen Teilnehmer*innen erlaubt haben.

Wir freuen uns sehr, dass Emma so viele positive Erfahrungen sammeln durfte und ihren Einsatz im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps weiterempfehlen kann. Wir wünschen ihr von Herzen alles Gute und Gottes Segen für ihren weiteren Lebensweg!

KARIN BESSEY