Besuch aus Äthiopien im Jugendwerk

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Ashenafi Mengistu leitet das Kinderzentrum des CVJM in Addis. Sein Herz schlägt für das Vorkindergartenprogramm. Im Jugendkreis in Eningen erzählte er den Jugendlichen von der Situation der Kinder die dort aufgenommen werden. Nur Kinder aus sehr armen Verhältnissen werden aufgenommen, in der Regel Kinder von alleinerziehenden Müttern. So gibt es immer wieder Kinder, die nicht wissen wie Milch schmeckt - richtig gegessen haben sie noch nie in ihrem Leben. Ein Jahr lang sind die Kinder Teil des CVJM-Programmes. Für die alleinerziehenden Mütter bedeutet das die Möglichkeit, zumindest Gelegenheitsjobs nachgehen zu können um ihre Familie selbständig zu versorgen. Für die Kinder wird eine Tür in die Zukunft geöffnet. Nach einem Jahr haben sie gesundheitlich und geistig ihre Gleichaltrigen eingeholt und können somit eingeschult werden, was in der Regel für diese Kinder sonst nicht der Fall wäre. Ein starkes Team von Sozialarbeitern mit Unterstützung von Ehrenamtlichen meistert das tägliche Programm, das von der Regierung befürwortet aber zum größten Teil durch finanzielle Unterstützung vom EJW-Weltdienst machbar wird.

 

Mekonnen Abraha kommt aus dem Norden Äthiopiens. Dort in Adwa ist er Generalsekretär für den CVJM. Während die Vereinsarbeit stark von Projekten und Freizeiten geprägt ist und teilweise mit der CVJM Arbeit hier vergleichbar ist, ist der CVJM in Adwa auch diakonisch tätig. Bei einem Treffen im ejr-Büro erzählte er davon, wie sein Verein sich für Pflegefamilien einsetzt und Kinder, die aus familiären Zusammenhängen herausgefallen sind, unterstützt. Aus den Geschichten, die er erzählte, wurde deutlich: Hier erfahren junge Menschen Liebe, die nicht nur das Dasein verbessert, sondern eine ewige Perspektive für viele hat, die sich für ein Leben mit Jesus entscheiden. Aus dem Gespräch im ejr nimmt Mekonnen zwei Aufgaben mit. Erstens könnte er sich gut vorstellen für das zukünftige Sommerprojekt des ejr „Christliche Zirkusschule“ zwei Freiwillige zu entsenden und zweitens hat es ihn begeistert, dass das ejr ein Projekt nur für Mädchen anbietet. Er möchte darüber nachdenken, ob sein CVJM in Adwa das nicht auch tun sollte.

 

Begleitet wurden die Besucher von Fritz Leng. Für ihn war es auch schön, zwischen den Terminen in der Kreuzkirche mit den Gästen das Weltmeisterspiel Deutschland gegen Süd Korea beim Public Viewing zu erleben, auch trotz der Tatsache, dass das Spiel nicht so gut ausgegangen ist.

 

Beim KonfiCamp erfuhren dann die Konfirmanden von den Projekten und zusammen haben sie 427,31 Euro für die Projekte des CVJM in Äthiopien gespendet.

 

Weitere Informationen über Äthiopien und wie der EJW-Weltdienst die Arbeit dort unterstützt können auf der Homepage des EJW Weltdiensts nachgelesen werden: https://www.ejw-weltdienst.de/laender-und-projekte/aethiopien/

 

Pétur Thorsteinsson und Ralf Dörr