…nicht mehr loslassen, weil es so cool ist, weil man denkt, das wird nie wieder so schön. Das ist wieder passiert. Jetzt können nur noch Bilder und vielleicht Erzählungen helfen. Aber ein alter Spruch bekommt wieder Gültigkeit: „Das kann man kaum erzählen, man muss dabei gewesen sein“. Kaum aus dem Bus ausgestiegen ging es durch Türen - auf dem Sportplatz aufgestellt. Hinter der Tür bekam man sein CIAO-KonfiCamp-Bändchen. Jeder trug es orange am Handgelenk. Zeltbezug und Gelände kennenlernen war eins. Bis zum Abendessen konnte man an vielen Stellen was ausprobieren (Klettern, würfeln, baden, Big-Jenga spielen) und auch seinen Handabdruck auf einem alten VW Polo mit Fingerfarbe verewigen. Das Auto sollte noch wichtig werden. Gaisburger Marsch wurde zum Abendessen serviert und kam ziemlich gut an. Beim Abendprogramm im Zelt standen fünf Türen mit den Nummern eins bis fünf auf der Bühne. Die Spielleitung würfelte oder ließ würfeln, um das Geheimnis dahinter zu lüften, denn hinter jeder Tür verbarg sich ein Spiel, eine Aufgabe und eine Spielleiterin, die jeweils ihr Spiel erklärte und moderierte. Am Start war auch der Piano-Man Benni Maier. Mitten im Zelt stand ein Flügel (aus Pappe) und er spielte ihn virtuos. Mal klassisch, mal „Heidi“. Das Publikum wollte Zugaben. Ein gelungener Abend, der seinen Abschluss gleich im Anschluss am Lagerfeuer beim Nachtgebet fand. Plug and Praise, die KonfiCamp-Band, und Jennifer Hölz gestalteten das Nachtgebet. Eine konzentrierte, feierliche und betende Runde, bei der die erste von fünf biblischen Geschichten (ciao, Paradies!) zum Zug kam. Die Nacht war ruhig. Der Morgen kam, und damit kamen viele verschiedene Angebote für die Konfirmanden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Morgengebet, KonfiZeitProgramm mit der Josefsgeschichte oder dem verlorenen Sohn bei den Schweinen – das konnte ausgewählt werden – waren die ersten Programme am Samstag. Beim Meeting im Zelt gab es Gelegenheit, Überzeugungen zu hören, warum und wie jemand glaubt. Zwei Konfirmanden und Pfarrerin Waltraud Mohl zusammen mit Mitarbeiterin Sarah Martens ließen sich dazu von Ralf Dörr interviewen. Das bunte Themen und Chancen-Seminar-Angebot kam gut an. Sechzehn Seminare von Streitkultur über Amnesty international bis Handschmeichler aus Speckstein herstellen standen auf der Liste. Dafür reisen viele Referenten extra zur Dobelmühle. Das ist eine dankbare Sache, echt wahr. Schon nach dem Morgengebet gab es am Ausgang das persönliche Camp-Shirt in orange und mit Logo. Am Nachmittag duellierten sich Großteams mit etwa 50 Leuten durch farbige Bändchen an den Handgelenken zusammengeführt. Beispielweise waren Armdrücken, Wasser schöpfen und auf Zeit an der Wand sitzen angesagt. Am Nachmittag dann: Baden, Hochseilgarten, Giant Swing, chillen. Adem und Timo, zusammen mit Jacob im Kiosk, hatten alle Hände voll zu tun, den Durst,Süßigkeiten- und Eishunger zu stillen. Abends ging es zunächst für einige Spiele ins Zelt. Amelie Fietze und Julia Hipp moderierten den bunten Abend zum Beispiel mit einem Scrabble-Quiz für alle KonfiGruppen, die beieinander standen und jeweils ein ABC aus Pappscheiben hatten, um die Antwort zu signalisieren. Zunächst waren zwei Konfirmanden im Parcours: Sackhüpfen, Brezelchen von einer Schnur essen und Limbo tanzen. Der VW Polo stand bereit. Jeder Pfarrer war aufgefordert, einen Konfirmanden mitzubringen. Pfarrer und Konfirmanden bildeten je ein Team. Wie viele Pfarrer passen in ein Auto? Aber zuerst die Konfirmanden. Es waren wohl 18. Die Pfarrer zogen das Gefährt, bei dem Stefan Heinzelmann am Steuer saß, am Abschleppseil. Dann umgekehrt. Es waren kaum weniger Pfarrerinnen und Pfarrer im Polo. Die Konfis zogen. Langsamer. Die Pfarrer gewannen.

Wie wär’s in der Trattoria eine Pizza zu essen, war die Frage danach beim Nachtprogramm. Neu eröffnet, den im Backhaus vorhandenen Backofen nutzend. Man konnte sich künstlerisch betätigen: malen, Lego-Kunstwerk bauen, Zirkuskünste üben. Und Pizza in drei Versionen essen. Unsere Köche Michael Dratz und Stefan Fauser legten sich richtig ins Zeug. Das Nachtgebet am See war ein Erlebnis. Lichter auf dem See, Sterne am Himmel und die vierte Geschichte: Abraham. Er sagte der Heimat adieu. Aber konnte er Gott vertrauen? Er tat es. Die Band spielte einfühlsam und begleitete den Gesang der Konfis, der vom Gesang der Frösche ergänzt wurde. Gesegnete Nacht!

Am Morgen dann der Gottesdienst. Dr. Norbert Lutz, Oberkirchenrat im Evangelischen Oberkirchenrat, unter anderem zuständig für Bildung und Jugend, besuchte das Camp und ließ sich auf die fünfte und letzte Geschichte aus Matthäus 25 mit den zehn Brautjungfern ein. Er sprach von seiner persönlichen, geistlichen Checkliste – sozusagen, um das Öl für die Fackeln nicht zu vergessen. Auf die „Anziehn-, anziehn-Rufe“ der Konfis, nachdem Ralf Dörr ihm ein Camp-Shirt überreicht hatte, reagierte er cool, trat hinter die Kulissen, zog sich um und trat nach vorne: Jubel!

Nach dem Gottesdienst dankte der Leiter des Camps, Ralf Dörr,  seinem Team für die grandiose Arbeit und unterstrich mit einem Jojo für jeden, dass sie es sind, die alles am Laufen halten. Mit Musik ging es dann im Gänsemarsch nach draußen, um sich am Sportplatz in einen großen Kreis zu stellen. Der größte Konfi-Abschiedskreis der Welt. Jeder und jede sagten einander „ciao“.

Das Mittagessen mit Schnitzel und Spätzle und Soß' war mal wieder ein Genuss. Norbert Lurz war nach einer Führung durch Alexander Katz,dem ehrenamtlichen Geschäftsführer, übers Camp und Gelände der Dobelmühle, bestens informiert und begeistert, wie er sagte.

Zum Schluss gab es die TENNEN-PARTY mit Musik und viel fröhlichem Ciao.

rgd