Besuch aus der Slowakei

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Montag, 15. Oktober. Eine Mail kommt bei uns in ejr an. Miro, der zweite Vorsitzende vom SEM – einer evangelischen Jugendorganisation in der Slowakei schreibt:

„Ahojte, wir sind gestern Nacht gut zu Hause angekommen.Danke schön, dass wir bei euch sein konnten. Die Sachen, die wir unternommen haben mit Pétur, bei Younify und mit den Leuten in Pfullingen waren bunt und unserer Gruppe hat es alles sehr gut gefallen. Auf dem Heimweg konnten wir die Inhalte diskutieren und die Erfahrungen reflektieren. Für uns war es eine sehr gute Zeit und wir hoffen, für euch war es auch eine gute Zeit mit uns. Gott sei mit euch. Miro.“

So wächst Freundschaft über Grenzen, denke ich als ich den Brief lese. Mir gehen die Begegnungen der letzten Jahre durch den Kopf, die Zeit als Barbora aus der Slowakei hier im ejr als Europäische Freiwillige war und wie schön es war sie jetzt wieder zu sehen. Gerne denke ich an die gemeinsame Jugendbegegnung im letzten Jahr und hoffe dass der Antrag für die Begegnung im nächsten Jahr genehmigt wird.

Dankbar bin ich für die Arbeit vom EJW-Weltdienst. Durch die Jahre haben sie die Beziehungen in die Slowakei gepflegt und so können wir als Bezirksjugendwerk davon profitieren. Ein besonderer Bonus für uns ist nun auch,dass Leonie – eine Ehrenamtliche aus dem CVJM Pfullingen – erst vor kurzem wieder von ihrem einjährigen Einsatz in der Slowakei zurückkam. Damit entstand für SEM eine neue Verknüpfung nach Deutschland. Kurzerhand haben die CVJM-ler und Menschen aus den Kirchengemeinden in Pfullingen alle 24 Gäste über das Wochenende bei sich aufgenommen und Begegnungen vor Ort ermöglicht, wie zum Beispiel beim Spieleabend am Freitag oder beim Gottesdienst am Sonntag.

Drei Tage mit vollem Programm liegen hinter unseren Freunden aus der Slowakei. Der Abschied  fiel schwer. Am Freitag zogen sie durch die engste Straße der Welt mitten in Reutlingen, übten das Klettern im Haus 44 bei der Evangelischen Jugend in Stuttgart und genossen die Gastfreundschaft in Pfullingen. Der Samstag stand unter dem Zeichen vom Younify – der EJW Convention – die diesmal in Ludwigsburg stattfand und am Sonntag dann der Gottesdienst in Pfullingen mit gemeinsamen Essen, einem Abschied und der langen Autofahrt zurück.

Für uns im ejr war es besonders schön, dass wir gemeinsam im Rahmen von Younify eine Begegnung gestalten konnten. So lernten die Slowaken dass Mitarbeit im ejr unter anderem bedeutet, dass man zelttauglich sein muss und bereit sein sollte langfristig zu planen, während wir vom ejr erfahren durften, dass Spontanität eine wichtige Eigenschaft in der Slowakei ist und dass beim SEM die Bibel noch häufiger zum Einsatz kommt als bei uns.

Beim gemeinsamen Gruppenfoto, zusammen mit einem internationalen Besuch aus einem orthodoxen Kloster in Rumänien, kamen sich die Deutschen und die internationalen Gäste noch näher, bevor es zum nächsten Programmpunkt ging. Für uns im ejr ist klar: Gerne möchten wir, die gegenseitigen Besuche noch stärken und die Beziehungen zu SEM und der Kirchengemeinden, dessen Vertreter auch am Besuch teilnahmen, stärken.

Pétur Thorsteinsson