Freiwilligendienste in Europa

zurück zu "Das geht!"

Pétur Thorsteinsson ist der Einladung der Europäischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Weimar gefolgt und hat dort am Programm Volu.M.E. teilgenommen, einem internationalen Fachkräftetraining zum Freiwilligenmanagement (Volunteer Management Enhanced). Knapp 30 Akteure aus dem Bereich des Freiwilligenmanagements aus 12 Ländern nahmen an dem siebentägigen Programm teil – das im Juli auf Zypern fortgesetzt wird.

Das Gesamtprojekt, bestehend aus einem Fachkräftetraining, einer Praxisperiode und einem Fachkräfteseminar zielt auf die Entwicklung der Kompetenzen von Jugendarbeitern und Jugendorganisationen im Bereich Freiwilligenmanagement und Betreuung von Freiwilligen. Ziel ist es, die Qualität von diesen Projekten als Lernerfahrungen auf allen Ebenen zu verbessern – vom Schreiben eines Projekts bis zum Abschluss und seiner Evaluierung.

Europäische Lern- und Mobilitätsprogramme für Jugendliche und junge Erwachsene haben in den letzten Jahren eine qualitative und quantitative Erweiterung erfahren. Für uns im ejr gilt es, hier auf dem neuesten Stand zu bleiben, damit auch unsere Europäischen Freiwilligenprojekte weiterhin eine hohe Qualität haben. Gleichzeitig wollen wir schauen welche Türen diese Förderprogramme für uns öffnen. Beispielsweise könnten unsere Stadtranderholungsprojekte vermehrt durch Freiwillige aus dem Europäischen Ausland unterstützt werden. Und ständig gilt es unser Netzwerk auszubauen.                                                                                                          

Europäische Freiwillige sind ein Teil des ejr seit mehr als 10 Jahren. Zuerst lag der Fokus auf dem Entsenden in das Europäische Ausland, dann zunehmend mehr auf das Aufnehmen. Ísak, Barbora und Elvira haben uns tatkräftig unterstützt und nun ist Jenya aus Russland da. Gefördert wird der Freiwilligendienst von der Europäischen Union, bisher im Rahmen von Erasmus+, aber das soll sich ändern.

Ab dem Herbst wird es voraussichtlich ein neues Förderprogramm geben. Darüber verhandeln die Mitgliedsstaaten in diesen Tagen. Ziel ist es, den Fokus mehr auf die Freiwilligendienste zu setzen und die Solidarität in Europa deutlicher zu stärken. Mit dem Programm wird ein politisches Zeichen gesetzt, für Europa und für die Jugend. Die Fürsprecher des neuen Programmes meinen, der Schlüssel zum Erfolg sei ein neues Programm unabhängig von Erasmus+ ins Leben zu rufen. Wohlgemerkt: Das Ziel Solidarität zu fördern gilt auch für Erasmus+; Das sei aber dort nicht richtig sichtbar, meinen die Anhänger der neuen Idee. Deutlich ist: Mit einem neuen Programm wird dem politisch mehr Sichtbarkeit gegeben und eine neue Verhandlungsbasis für mehr Budget geschaffen. Noch ist das alles Zukunftsmusik. Sogar der Name steht noch nicht fest. Verhandelt wird nun ob dieser „European Solidarity Corps“ - wie es sich die Kommission vorstellt - heißen soll, oder ob eher der Name „European Solidarity and Voluntary Service“ gewählt werden könnte. Das wünschen zumindest die Vertreter aus Deutschland und Ungarn.

Was bleiben wird, ist aber sicher: Weiterhin können junge Menschen aus Deutschland ohne etwas dafür zu bezahlen für zwei bis zwölf Monate in das Europäische Ausland gehen um dort einer freiwilligen Tätigkeit nachzugehen. Vor Ort erhalten sie Verpflegung und Unterkunft sowie ein kleines Taschengeld. Auch der Flug oder die Zugfahrt wird in der Regel voll bezahlt. Und wir im ejr freuen uns, weiterhin junge Menschen aufnehmen zu können.

Ansprechpartner im ejr für die Europäischen Freiwilligendienste im ejr ist Pétur Thorsteinsson, 07121 949960.

Weitere Informationen zu dem aktuellen Förderprogramm sind auf der Homepage der Nationalen Agentur in Deutschland „Jugend für Europa“ zu finden.

Wer sich intensiver mit den Ideen hinter dem neuen Programm auseinandersetzen will, kann in den folgenden Artikeln einiges erfahren:

Das Projekt wird unterstütz von Erasmus+, JUGEND IN AKTION und mit Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP).