(Reutlingen-Rommelsbach/rgd) Was vier Jahre lang BBQ hieß, bekam einen neuen Namen und anderes Essen: WELCOME. Zum ersten Mal wurden alle ehemaligen ZDL, FSJler, Praktikanten, Europäische Freiwillige besonders eingeladen. Viele haben geantwortet, dass sie sich über die Einladung freuen, aber leider nicht kommen können. Einige wollten kommen, aber es kam anders. Eine Mail steht für einige, die uns erreichten. Wolfgang hat geschrieben:

Lieber Ralf, vielen Dank für die Einladung als ehemaligen ZDL'er beim ejr zum WELCOME.

Da ich wahrscheinlich keine bekannten Gesichter mehr begrüßen kann und ich auch keinen Kontakt zum ejr mehr habe, werde ich nicht teilnehmen. Gerne sende ich einen Gruß an die Gäste des Abends, da ich sehr positiv auf meine Zeit als ZDL beim ejr zurückblicke.:

Liebe ehemaligen Praktikanten, Zivis, FSJ'ler ....

ich war überrascht, nach einer so langen Zeit Post vom ejr zu bekommen. Wahrscheinlich habt ihr meinen Namen und Adresse einer alten Liste entnommen, die ich selbst im Zweifingersystem auf der Schreibmaschine mit Kohlepapier und Durchschlag getippt habe. Computer gab es noch keine und das Telefonhatte noch Wählscheiben.

Ich war der Dritte in einer langen Reihe von Praktikanten und Zivis. Als ich im August vor 43 Jahren meinen Dienst beim ejr angetreten habe, war meine Arbeitsstelle noch im Gomaringer Schloss. Von dort zog ich dann zum 'neuen' Referenten Jens Rummel nach Unterhausen in die Ludwigstraße, bei dem ich tagsüber in der Familie mit leben durfte. Diese 18 Monate im Jugendwerk haben mich nachhaltig und positiv geprägt. Vieles wurde mir zugetraut: Organisation und Mitarbeit bei Jungschartagen, Jungenschaftsfreizeiten, Pfingstlager, Aufbau einer Jungenschaft in Wannweil, Organisation und Mitarbeit bei Sommerfreizeiten, ich durfte eine Viererseilschaft auf die Spitze eines Viertausenders führen. Samstagabend 'Treffpunkt Bibel'. Vor allem hat mich die Zusammenarbeit mit den vielen Ehrenamtlichen im großen Kirchenbezirk geprägt. Viele Beziehungen vor allem aus den gemeinsamen Freizeiten sind entstanden und halten z.T. bis heute. So traf ich vor kurzem einen leitenden Mitarbeiter aus dieser Zeit mal wieder – bei der Einschulung unserer Enkel!

Ein besonderer Gruß zum Jubiläum geht auch an den Verein der Freunde des ejr, bei dem ich Gründungsmitglied und zeitweilig sogar Vorstandwar. Danke dass ihr die Arbeit des ejr kontinuierlich über die Jahre hinwegunterstützt.

Ich freue mich für alle, die mitmachen, für euer großes Engagement in der Jugendarbeit - es lohnt sich.

Ich wünsche Euch einen spannenden Abend und viele gute Begegnungen

Gott segne eure Arbeit

Wolfgang

Soweit der Brief. Und ja: für viele kam es anders. Sie konnten nicht dabei sein.

Ralf Dörr musste von vielen Absagen berichten, die am Morgen noch eingegangen waren. Corona, ganz normales Unwohlsein und heftige Sommergrippen gaben sich die Hand und plötzlich waren es über 20 Leute weniger, die am Freitagabend vor dem Jugendwerk saßen. Aber der Stimmung tat das keinen Abbruch. Weil beide Vorsitzende aus besagten Gründen auch nicht da sein konnten, begrüßte Ralf Dörr die etwa 40 Leute. Viele gute Gespräche und bestes Chili normaler und veganer Ausführung, sowie das selbstgebackene Brot vom Vorsitzenden des Vereins der Freunde (VdF) bildeten zusammen mit ausführlichen Grüßen den ersten Teil des WELCOME-Abends. Der erste Zivildienstleistende des Jugendwerks, Helmut Ruopp (1977-1979), Julia Hipp als FSJlerin, die Sommerpraktikanten, Lucas Ziegler und Hanna Gack, waren anwesend. Helmut konnte bestätigen, was Wolfang beschrieben hatte und unterstrich, dass er eine gute Zeit im Jugendwerk hatte, auch 16 Jahre Zeit im BAK hat er Zeit verbracht. Das hat sich ja auch später wiederholt, dass man Praktikum im ejr machte und dann irgendwann auch im BAK Verantwortung übernimmt (bspw. Lucas Ziegler, Julia Hipp, Anna Föll). Nach ausgiebigem Mahl und vielen Tischgesprächen begann der Gottesdienst mit der Sendung der beiden Teams des Kinderzeltlagers und der Christlichen Zirkusschule und der Verabschiedung von Karoline Puschmann – Manuel Uzelmaier war leider auch erkrankt und wird nun zu einem späteren Zeitpunkt verabschiedet. Laura Dunkl begleitete die Lieder des Gottesdienstes, die aus vier Jahrzenten stammten. Gewissermaßen als Vorspiel sang sie „An Tagen wie diesen…“. Das erste gemeinsame Lied war aus den 70er Jahren: „Ins Wasser fällt ein Stein“. HelmutRuopp konnte bestätigen, dass es damals bei einem Jugendtag gesungen wurde. Ralf Dörr nahm den Wochenspruch aus dem Epheserbrief als Grundlage (Aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. Epheser 2,8) für eine Frage an alle. Was habe ich in meinen Leben als Gnade erlebt? Exemplarisch sagte dazu Julia Hipp: „Menschen, die mir begegnet sind, wenn es mir nicht so gut ging und mir Mut gemacht haben“. Nach diesem Impuls gab es an den Tischen muntere Gespräche. Jennifer Hölz hatte die Gebete übernommen und schloss dabei auch die Bitte um Segen für die Freizeitteams ein. Daniel Beyer und Saskia Rempfer nahmen für ihre Teams Kärtchen mit biblischen Versen entgegen. Dann folgte die Verabschiedung von Karoline Puschmann, der Projektreferentin der ZEITREISE. Sie muss leider schon ein Jahr früher als geplant ausscheiden, weil sie sich um ihre erkrankte Mutter kümmern will. Karin Bessey aus dem Kollegenteam bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und wünschte Gottes Segen. Dieser galt am Ende des Gottesdienstes allen: „Herr, wir bitten, komm‘ und segne uns, lege auf uns Deinen Frieden, segnend halte Hände über uns, rühr uns an durch Deine Kraft!“. Ralf Dörr bedankte sich bei allen, die mitgeholfen hatten, das Fest vorzubereiten. Lange noch standen und saßen die Mitarbeiterinnen und Freunde beisammen. nahmen sich Zeit zum Reden.